Review: Haida M10 Filter Holder System

Review: Haida M10 Filter Holder System

Unter Wüstenbedingungen habe ich den Haida M10 Filterhalter im Death Valley/USA fast zwei Wochen testen können.

Wind, Sand und Salz waren hier die Schwerpunkte. Die Herausvorderungen, welche meine Ausrüstung üblicherweise meistern muss, nämlich Strand, nassen Sand und Salzwasser stehen in einigen Wochen auf den Azoren an. Diese Erfahrungen werde ich hier noch nachtragen.


Der Haida M10 Filterhalter wird in einer stabilen und aufklappbaren Filterbox ausgeliefert. Darin befinden sich neben dem Adapterring und Halter ein Drop-In Polarisationsfilter und eine Drop-In Lichtbarriere, für den Fall, dass im Drop-In Slot kein Filter verwendet werden soll. An der Box, der mit stabilen Reißverschlüssen versehen ist, befindet sich noch ein praktischer Karabiner zur Befestigung am Stativ oder Gürtel.

Der Halter wird standardmäßig mit zwei Einschüben für Steckfilter im vorderen Teil des Halters geliefert. Mit dabei ist aber ein Erweiterungsset, um bei Bedarf einen dritten Einschub zu ergänzen.

Das Funktionssystem des M10 Filterhalters ist denkbar einfach. Zuerst den Adapterring (in vielen Größen lieferbar) an das Objektiv schrauben. Dann den Halter anklippen. Fertig!


Danach kann man wählen, ob bzw. welchen Drop-In Filter man möchte und/oder bis zu drei weitere Einschubfilter (ND 100×100 mm oder GND 100×150 mm) ergänzen.

Der Drop-In CPL Filter hat oben ein kleines Rädchen. Damit ist er jederzeit frei einstellbar.

Für den Drop-In Slot sind viele verschiedene Filter lieferbar.

Sowohl der Adapterring, als auch der Halter bestehen aus einer schwarz eloxierten, hochfesten und trotzdem leichten Aluminiumlegierung.
Der rote Entriegelungshebel ist ebenfalls aus Vollmetall gefertigt.
Dadurch, dass sich der CPL Filter eingeschoben praktisch direkt vor dem Objektiv befindet, wird eine Vignettierung effektiv vermieden.

Ich habe das Filterhaltersystem and der Canon 5D Mark IV – also Vollformat – bei Brennweiten von 16-400 mm getestet und konnte keinerlei Vignettierung feststellen.

Verwendete Objektive
• Canon EF 16-35 mm 1:4 L IS USM
• Canon EF 70-200 mm 1:2,8 L IS II USM
+ 2x Extender am Tele, also bis 400 mm


Mein Fazit

Ich bin nach der relativ kurzen Testphase von der Idee und der praktischen Anwendung des Haltersystems wirklich überzeugt. Beginnend beim Adapterring, der vernünftige Abmessungen hat, bei dessen Installation oder Deinstallation man sich nicht die Finger verletzt, begeistert mich vor allem der Drop-In Slot.

Jeder kennt den Klassiker: Man fängt etwa kurz vor der goldenen Stunde an zu fotografieren und braucht noch einen ND-Filter. Dann muss es schnell gehen, um das perfekte Foto einzufangen. Irgendwann geht dann das Licht nach dem Sonnenuntergang in die blaue Stunde über; auch eine tolle Lichtstimmung. Spätestens jetzt muss man sich vom ND-Filter verabschieden, was oft wertvolle Zeit kostet, wenn man auch noch einen Verlaufsfilter davor hat. Wer kennt nicht diese Fummelei?

Beim M10 System zieht man den ND einfach aus dem Drop-In Slot, steckt die Lichtbarriere oder CPL ein und fotografiert sofort weiter. Der Wechsel dauert maximal 1-2 Sekunden. Das funktioniert natürlich umgekehrt beim Sonnenaufgang ebenso gut.

Mehr Informationen
http://www.haidaphoto.com


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